Donnerstag, 3. März 2016

Zum World Wildlife Day: Spitzmaulnashornschutz in Namibia

Kennt keinen Zaun: Spitzmaulnashorn in freier Wildbahn (Foto: © Maike Grunwald)
(Bilder der Tages, Namibia, Maike Grunwald) Zum "World Wildlife Day" zeige ich Euch heute Fotos und Fakten aus Afrika zu einem tollen Schutzprojekt für Spitzmaulnashörner. Die Tiere sind leider vom Aussterben bedroht. Im Palmwag-Naturschutzgebiet in Namibia leben die letzten von ihnen in freier Wildbahn außerhalb umzäunter Nationalparks. Ich hatte das große Glück, sie dort zu sehen und zu fotografieren. 


Spitzmaulnashorn - ich bin zu Fuß mit Stativ und Teleobjektiv (Foto: © Maike Grunwald)
Es ist dem unermüdlichen Einsatz der Schutzorganisation des "Save The Rhino Trust" zu verdanken, dass das seltene Spitzmaulnashorn im Palmwag-Konzessionsgebiet von ihren größten Feinden fast verschont geblieben sind: Den Wilderern. Seit Beginn des Jahres soll der Wilderei-Mafia alle elf Stunden ein Nashorn zum Opfer gefallen sein - unfassbar! Schon 2012 gab es traurige Rekorde. 

Schuld ist die immer noch unglaubliche Nachfrage in Asien nach Nashornpulver, dem u.a. in der chinesischen Medizin eine potenzsteigernde Wirkung zugeschrieben wird (ein Grund, aus denen ich diese Medizin als unzeitgemäß ablehne - da sind einfach zu viele seltene Tiere drin!).

Tracker Dansikie Ganaseb, zuständig für statistische Erfassung, Beobachtung und Schutz der seltenen Nashörner (Foto: © Maike Grunwald)
Im Palmwag-Gebiet in der Kunene-Region können Touristen die scheuen Giganten und ihren Schutz auf einzigartige Weise erleben. Die Safaris starten vom luxuriösen Zeltcamp Desert Rhino Camp, betrieben von Wilderness Safaris, ein Anbieter mit einer eigenen Naturschutzorganisation: Der "Wilderness Wildlife Trust" hat in Namibia nicht nur Schutzprojekte für Spitzmaulnashörner auf die Beine unterstützt, sondern unter anderem auch ein Schutzprojekt für Löwen

Der Clou an den Nashorn-Safaris: Man macht sie zu Fuß, gemeinsam mit den lokalen Trackern, die für ihren Schutz vor Wilderern und für ihre Beobachtung verantwortlich sind. 

Foto-Safari auf sanfte Art. Denn das Nashorn zu erschrecken und es so zu zwingen, durch die Wüste zu hetzen, ist für das Tier gefährlich und daher streng verboten. 

Und so darf man sich den Nashörnern nur ganz vorsichtig und höchstens auf 100 Meter nähern. Ich habe es ausprobiert und kann nur sagen: Das ist die beste und spektakulärste Art, einem wilden Tier zu begegnen! Dass so eine Nashornschutz-Safari preislich eine andere Liga ist als Massentourismus auf Malle ist klar. Sie gehört - wie Berggorilla-Tracking in Ruanda - zu den Lebenstraum-Reisen, für die es sich zu sparen lohnt.


Leider auch selten: Hartmann-Bergzebras. Im Palmwag-Gebiet kann man die schönen Tiere besonders gut sehen (Foto: © Maike Grunwald)

Dazu gibt es im Palmwag-Gebiet nahe des Desert Rhino Camp noch weitere wundervolle Wüstentiere, die unter der Schirmherrschaft des Nashorns mit geschützt werden. Hier geht's zu meinen Abenteuern mit den aufregendsten und schönsten Bildern:

Namibia, Teil 1: Reise in die Wildnis 

Namibia, Teil 2: Zu Fuß auf Nashorn-Pirsch

Namibia, Teil 3: Zelten bei den Wüstenlöwen

Infos zum "World Wildlife Day" 

Die Reise wurde unterstützt von Namibia Tourism Board, Elefant Tours und Air Namibia. Dieser Text beruht jedoch auf meiner eigenen Meinung.

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